Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet PEKiP von anderen Konzepten im ersten Lebensjahr?
PEKiP-Kurse dürfen nur von Fachpersonen aus dem pädagogischen Bereich geleitet werden, die ein einschlägiges Studium der Pädagogik oder eine pädagogische Ausbildung (z.B. Kindergartenpädagog*in) aufweisen und sich zur PEKiP-Gruppenleitung weitergebildet haben. Die Einhaltung der Standards wird vom PEKiP-Verein überwacht und es kommt zur wissenschaftlichen Überprüfung und Weiterentwicklung durch regelmäßige Fortbildungen. Der Fokus liegt auf der Bewegungsentwicklung des Kindes und der Eltern-Kind-Bindung. Wir fokussieren unsere Beobachtungen darauf, was die Babys können und zeigen und bieten dazu passende Spiel- und Bewegungsanregungen an. Wir machen keine Übungs- oder Therapiekurse.
Warum achten wir darauf, dass die Kurse über ein Jahr lang in gleicher Zusammensetzung bleiben?
In den ersten Lebensmonaten ist vor allem die primäre Bezugsperson für das Baby wichtig. Danach kommt es zu ersten Kontakten zur direkten Umwelt. Wenn die Personen, die in dieser Zeit regelmäßig getroffen werden, gleich bleiben, vermittelt das den Babys Sicherheit, speziell in der Phase des "Fremdelns". Im Laufe der Zeit lernen sich aber nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern gut kennen. Die Erfahrungen in dieser festen Gruppe trägt die Familien durch das erste Lebensjahr ihrer Kinder und so entstehen manchmal Freundschaften, die länger bestehen bleiben.Babys bewegen sich ohne Kleidung mehr - das können bestimmt viele Eltern bestätigen! Jaroslav Koch, dessen Forschung Grundlage für das Konzept von PEKiP ist, konnte schon in den 70er-Jahren feststellen, dass sich Kinder stärker und freier bewegen, wenn sie keine Kleidung tragen. Auch wenn heute das Einschnüren von Babys nicht mehr vorkommt, so haben Babys auch heute noch selten die Gelegenheit, sich vollkommen frei zu bewegen und zu spüren. PEKiP möchte dafür Raum schaffen und einen geschützten Rahmen bieten, weshalb auch der Gruppenraum dafür mindestens 25 Grad hat.
Wie wird die Sauberkeit gewährleistet?
Wie sollen 6 Wochen alte Babys genau zur richtigen Zeit spielen wollen?
Die Bedürfnisse des Babys und diese zu erkennen ist eines der Ziele von PEKiP. Deswegen wollen wir nicht, dass schlafende Babys geweckt oder müde Babys wach gehalten werden. Und auch wenn das Baby wach ist, muss es nicht spielen oder Kontakt aufnehmen. Mit genügend Sicherheit durch die Mutter/Bezugsperson und die gleichbleibende Umgebung wechselt die Stimmung aber genauso schnell zu Neugier und Spiellust wie umgekehrt. Auch Eltern von schlafenden Babys können einiges mitnehmen: Die Anregungen können zu einem späteren Zeitpunkt oder zu Hause passend sein und die Eltern können sich inzwischen ungestört austauschen.
Die Kurszeiten liegen genau zu der Zeit, wenn mein Kind normalerweise schläft. Soll ich mich anmelden?
Die Beginn- und End-Zeit von PEKiP ist außerdem flexibel, die 90 Minuten können voll oder zum Teil besucht oder genutzt werden, ein Zuspätkommen oder Frühergehen ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Jedes Baby darf zu jeder Zeit gestillt oder gefüttert werden. Auch hier stehen die Bedürfnisse des Babys im Mittelpunkt. Wenn die Babys größer werden steht je nach Anbieter ein Bereich im Raum zur Verfügung, wo gegessen werden kann. Erste Beikost-Versuche oder eine gemeinsame Mahlzeit mit anderen Kindern können so in der Gruppe begleitet und erlebt werden.
Nein, beim PEKiP handelt es sich um Spielanregungen. Ein Begrüßungslied oder ein gebasteltes Geschenk kann von der Gruppenleitung zusätzlich angeboten werden, ist jedoch nicht obligatorisch. Im Gegenteil! Solche Angebote sind nicht Teil des PEKiP, weil es für diese Altersgruppe nicht ideal ist und selten für alle in der Gruppe passt. Ideen dazu können aber ausgetauscht werden.
Das Konzept ist darauf ausgelegt, dass jedes Baby durch eine Bezugsperson begleitet wird. Ob das die Mutter oder der Vater ist, macht für PEKiP keinen Unterschied. Als Gruppenleitung ist es uns ein Anliegen, dass es möglichst immer die gleiche Person ist, die zum PEKiP kommt, weil man sich in der Gruppe sehr gut kennen lernt. Es ist natürlich möglich, sich vertreten zu lassen, am besten klärt man das im Vorhinein mit der Gruppenleitung ab. Auch wenn ein Elternpaar (zum Beispiel während der Urlaubszeiten) zu zweit kommen möchte, gilt das Gleiche. Es sollten nur nicht zu viele (fremde) Erwachsene gleichzeitig im Raum sein, weil das auch die anderen Kinder beeinflusst. Je nach Anbieter gibt es daher die Lösung eines besonderen Termins für die ganze Familie oder für Gäste, z.B. in Form eines PAPA-PEKiPs.